Beim Bau eines Carports können sich dem Konstrukteur verschiedenste Probleme stellen, vor allem wenn er ohne einen Bausatz, aber mit einer Carport-Aufbauanleitung arbeitet. Die Konstruktion muss je nach Lage der Überdachung nach verschiedenen Lasten ausgelegt werden. Am bedeutendsten sind die Schneelasten im Winter, die je nach Region teilweise sehr ergiebig sein können. Deshalb sollte man den Carport so auslegen, dass der Schnee ab einer gewissen Menge abrutscht und die Konstruktion entlastet wird. Aber eine größere Dachneigung bedeutet auch längere Stützen und mehr Materialeinsatz für die Dachfläche. Zudem kann es hier eher zu Knickfällen kommen, da der Carport insgesamt höher gebaut werden muss und damit der Schwerpunkt nach oben verlagert wird. Maße für Dachschrägen und Empfehlungen kann man entweder in Normen nachlesen oder man fragt Experten bzw. schaut in Fachbüchern nach.
Neben der eigentlichen Konstruktion des Daches spielt vor allem die Verankerung der Balken im Boden eine Rolle. Diese müssen fest einbetoniert oder auf festen Steinen montiert werden, da der Carport andernfalls sehr leicht umfallen kann, insbesondere bei einer einseitig geschlossenen Wand und starken Windstößen. Dafür braucht man auch gute Werkzeuge und haltbare Baumaterialien, da man sonst die Mindeststabilitätsbedingungen nicht erfüllen kann. Materialien findet man unter anderem im Baumarkt, dort kann man auch verschiedene Werkzeuge kaufen oder leihen. Der Carport ist aber, da er sich quasi nur selber tragen muss, keine sehr beanspruchte Überdachungskonstruktion und unterliegt daher eher nicht so strengen Bauregeln.
Neben der Stabilität muss man die Konstruktion groß genug ausführen, damit ein oder zwei Fahrzeuge darunter Platz haben. Dazu spielt sowohl der Balkenabstand als auch die Höhe des Daches eine Rolle. Wenn man ein hohes Fahrzeug hat oder einen aufmontierten Jetbag, dann sollte man das Dach deutlich höher als 2 m bauen. Andernfalls kann eine niedrigere Höhe des Daches ausreichen, welche insbesondere dann praktisch ist, wenn man im Winter den Schnee vom Carport schippen muss. Die Balkenabstände sind wichtig für die Türradien der Autos, da man bei zu engen oder ungünstigen Balkenabständen die Türen eventuell nach dem Einparken nicht mehr öffnen kann.
Carports eignen sich darüber hinaus für die Installation von Fotovoltaikanlagen, da die niedrigen Dächer relativ leicht zu erreichen sind. Man kann diese Anlagen für den Eigenstrombedarf nutzen oder den Strom in ein Fremdnetz einspeisen. Fotovoltaik wird nach wie vor subventioniert und Solarstrom muss von Stromanbietern eingespeist werden, sofern man das wünscht. Daher kann man einen Teil der Baukosten durch diese Anlagen langfristig amortisieren.